Berlin Interiors, Taschen-Verlag
2002

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Thomas Herrendorf
Thomas Herrendorf hat ein einfaches Rezept, wie man ein
erfolgreicher Inneneinrichter wird: Toleranz und kosmopolitische
Offenheit. „Alles ist möglich“, sagt Herrendorf,
natürlich auch in seinem eigenen Haus: Vor dem Louis-Seize-Sessel
steht ein afrikanischer Tisch, die kostbare Venini-Vase behauptet
sich neben einer rubinroten Karaffe vom Flohmarkt. Zufall
oder kreatives Chaos ist das nicht, Herrendorfs Toleranz-Konzept
ist überlegt und präzise. Sein Schlafzimmer hat
er beispielsweise nach den müden, kalkigen Farben eines
barocken Engelpaares konzipiert, und wenn Herrendorf „mauve“ und „sandig“ sagt,
meint er nicht „beige“ und schon gar nicht „die übliche
Champagner-Arie“. Die Garage neben seinem Jugendstilhaus
hat Herrendorf in ein Party- und Küchenhaus für
25 Gäste umgebaut. „Wunderbar“, sagt Herrendorf,
wenn man nach der Feier einfach aufsteht, fünf Schritte
ins Wohnhaus geht und am nächsten Morgen nicht den Abwasch
vor der Nase hat.“
  
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Berlin Interiors, Taschen-Verlag 2002 · Text:
Ingeborg Wiensowski ·
Fotos: Eric Laignel |
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